Zu einem besonders scheußlichen Einsatz wurde Klaus Hoffmann von Tierfreunden gerufen.
Am Ende des Füllerweges, in unmittelbarer Nähe der Rehbachbrücke, hatte sich ein Steinmarder in einem Zaun verfangen. Das Schlimme daran war, dass die linke Vorderpfote in einer Schlagfalle hing. (Solche Fallen sind in Europa schon lange verboten und dasAufstellen ist eine strafbare Handlung)
Durch die verzweifelten Versuche sich zu befreien, wollte sich das gequälte Tier unter dem Zaun durchgraben. Allerdings, die Pfote an der die Falle hing, ließ dies nicht zu. In seiner Pein muss sich das Tier mehrere Male um die eigene Achse gedreht haben. Die Pfote war völlig abgedreht und hing nur noch, gehalten durch die Haut, am Körper. Die Vorderpfote war total zertrümmert. Das gepeinigte Tier muss wahnsinnige Schmerzen gehabt haben. Der Zaun musste aufgeschnitten werden um den Marder zu befreien. Es blieb dann nur noch das Einschläfern durch einen Tierarzt um das Tier von seiner Qual zu erlösen.
Dies ist sicherlich die heimtückischste und brutalste Art sich eines unbeliebten Tieres zu entledigen. Was geht eigentlich in einem Menschen vor, der so etwas tut?
Wo genau die Falle aufgestellt wurde lässt sich wohl nicht mehr ermitteln.
Der Tierschutzverein hat selbstverständlich Anzeige erstattet und hofft dass der Fallensteller ermittelt und für diese scheußliche Tat auch bestraft wird.
Wir möchten hier alle Spaziergänger mit Hunden warnen und darauf aufmerksam machen, besonders vorsichtig zu sein und nur auf den Wegen spazieren zu gehen.
Auch ihm konnte geholfen werden!
Vor einigen Wochen erhielten wir diesen schwer verletzten Igel. Bei ihm fehlte das linke Ohr, ob abgefressen oder durch eine Schnitt- verletzung, konnte nicht mehr festgestellt werden. Nach einer längeren Behandlung und nachdem die große Wunde verheilt war, konnten wir ihn nun geheilt auswildern.
Vor einigen Monaten berichteten wir über die Fundkatze Charly. Er wurde mit einem Beckenbruch aufgefunden und von unserem Tierarzt operiert. Nachdem der Bruch verheilt war wurde Charly auf einen guten Platz vermittelt. Mittlerweile - und nach Freigabe durch den Tierarzt - ist Charly zum "Freigänger" geworden und fühlt sich sehr wohl dabei. Hier ein paar Bilder:
Weißbauchigel:
Weißbauchigel stammen ursprünglich aus Afrika. Leider sind sie in den letzten Jahre als "Modeerscheinung" aufgetaucht und werden selbst im Internet zum Verkauf angeboten. Die Haltungsbedingungen und die tatsächlichen Bedürfnisse werden dabei oft verschwiegen oder heruntergespielt. Von einem Terrarium mit ca. 0,6m² Größe als ausreichend ist immer wieder zu lesen. Gut, einem Menschen reicht auch ein Zimmer von einem Quadratmeter. Sterben wird er deshalb nicht - aber er wird sich auch nicht wohl fühlen. Warum sollte sich also ein Weißbauchigel in einem Terrarium wohl fühlen? Auch Weißbauchigel sind nachtaktiv, also schon einmal ein Grund ein solches Tier nicht als Haustier für Kinder anzuschaffen. Man spricht davon, dass diese Tiere in der Gefangenschaft bis zu acht Jahre alt werden. Tatsächlich sterben die meisten Tiere aber schon viel früher da es an der artgerechten Haltung mangelt. Weißbauchigel sind Insektenfresser. Wie alle Igel haben auch sie einen ausgezeichneten Gehörsinn - sind also extrem empfindlich gegen Lärm. Zudem sind auch Weißbauchigel Einzelgänger.
Jahresrückblick auf 2010
Auch 2010 hatten wir wieder ein Jahr voller Arbeit. Im Vordergrung stand dabei selbstverständlich unser Einsatz für verletzte, herrenlose oder einfach nicht mehr gewünschte Tiere. Auch unsere Rufbereitschaft musste wieder zu zahlreichen Einsätzen, meist erfolgte die Anforderung durch die Polizei. Unsere Statistik sieht für 2010 wie folgt aus:
aufgenommene Tiere
aus Haßloch
aus Böhl-Iggelheim
aus anderen Gemeinden
Hunde
38
7
4
Igel
21
11
9
Kaninchen
11
2
2
Katzen
68
16
2
Meerschweinchen
25
Eichhörnchen
1
Vögel
31
10
1
Wasserschildkröten
1
2
Marder
1
1
Echse
1
Fische
30
Insgesamt
228
49
19
Viele dieser Tiere konnten wieder vermittelt bzw. ausgewildert werden. Zusammen hatten die Tiere eine Verweildauer von 24541 Tagen im Tierheim. Allein die Hunde kamen auf 1035 Tage. Dies bedeutet, dass unsere Gassigeher über 2000 mal zum Einsatz kamen.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an unsere Helfer für die Unterstützung!
Entlaufener Hund aus Offenbach in Haßloch eingefangen
Am Sonntag, 16.01.2011, informierte eine Spaziergängerin die Polizei, dass im Haßlocher Wald ein sehr verängstigter Hund umher irrt. Die Polizei informierte darauf die Rufbereitschaft unseres Tierheimes. Klaus Hoffmann fuhr umgehend zu der besagten Stelle, wo die Tierfreundin mit ihrem eigenen Hund schon auf ihn wartete. Der sehr scheue Hund suchte zwar den Kontakt zum Hund der Besitzerin und kam auch bis auf 2m heran, jedoch scheiterte der Versuch ihn einzufangen. Nach über einer Stunde wagten dann Herr Hoffmann und die Tierfreundin einen anderen Versuch. Gemeinsam mit ihrem eigenen Hund machte sich die Dame auf den Heimweg und der Fundhund folgte tatsächlich. Zu Hause angekommen konnte der Hund dann im Garten erst einmal sicher untergebracht werden. Durch viel Geduld und zureden fasste das Tier dann nach einer weiteren Stunde endlich vertrauen. Nun konnte der Hund ohne weitere Probleme ins Tierschutzauto gebracht werden und kam dann ins Tierheim. Friedlich und ohne scheu ließ er sich nun untersuchen und auch mit dem Chiplesegerät abtasten. Auf Grund der entdeckten Chipnummer konnte über das zentrale Haustierregister der Besitzer ausfindig gemacht werden. Dieser wollte es zunächst nicht glauben, dass es sich tatsächlich um seinen Hund handelt. Der aus einem spanischen Tierheim stammende Hund war am 1.Januar in Offenbach bei Landau entlaufen und seitdem immer wieder in verschiedenen Ortschaften gesehen worden. Nach dieser 14tägigen Odyssee durch die Pfalz ist der Hund endlich wieder glücklich Zuhause angekommen. Dies ist ein weiterer Beweis dafür, wie wichtig die Kennzeichnung und natürlich auch die Registrierung im Haustierregister ist.
Glückliches Wiedersehen am letzten Tag im Jahr
Am 17.12. wurde bei uns eine Katze aus Meckenheim als vermisst gemeldet. Die Familie war sehr traurig und machte sich nur noch wenig Hoffnung. Am 31.12. meldete sich dann eine Familie aus dem Haßlocher Glockenweg. Dort war eine sehr hungrige Katze zugelaufen. Da die Beschreibung auf die bei uns als vermisst gemeldete Katze passte, informierten wir die Familie aus Meckenheim. Diese machte sich gleich auf den Weg und es war tatsächlich ihre Katze. Glücklich nahmen sie das Tier mit den Worten "dass ist wie ein Sechser im Lotto" in Empfang.
Für uns einmal mehr ein Beweis dafür, wie wichtig es ist, sein vermisstes Tier bei uns zu melden. Genau so wichtig ist es aber auch, sein Tier Kennzeichnen zu lassen und auch bei Tasso zu melden. Nur so kann schnell geholfen werden.
Lucky in gute Hände vermittelt
Hallo, ich bin Lucky. Man hatte mich am 10.06.2010 am Zaun des Tierheimes angebunden - man wollte mich scheinbar nicht mehr haben. Die Leute vom Tierheim haben sich dann um mich gekümmert, was bestimmt nicht immer leicht war. Ich bin nämlich ein cleveres Kerlchen. Es waren auch viele Leute zu Besuch, aber leider niemand der für mich ein entsprechendes Plätzchen hatte. Aber die Geduld meiner Tierheimfreunde - und natürlich auch von mir, machte sich doch noch bezahlt. Nach 146 Tagen im Tierheim fand sich endlich eine neue Familie für mich. Und was für eine Überraschung, Kinder die mit mir spielen, Erwachsene die mit mir spazieren gehen, genau dass, was ich brauchte. Meine neue Familie hat sich in den letzten Tagen sehr um mich gekümmert. So konnten wir uns aneinander gewöhnen. Jetzt bin ich endlich bei meiner neuen Familie - und der Chef bin ich dort auch schon:-))) Gelegentlich schaue ich noch im Tierheim vorbei, natürlich nur als Besucher. Zuhause ist es immer noch am schönsten. Euer Lucky
Hund nach tragischem Verkehrsunfall übernommen
Am 20.10. übergab uns die Diensthundestaffel der Polizei Schifferstadt einen jungen Hund. Der Besitzer kam bei einem tragischen Verkehrsunfall auf der Autobahn ums Leben, der Hund befand sich ebenfalls im Fahrzeug, wurde aber nur leicht verletzt. Der Hund wurde mittlerweile von den Angehörigen abgeholt.
Tierheim wird erweitert
Unser Tierheim wurde erweitert. In den nächsten Wochen
wird auf unserem Gelände ein Teich angelegt. Ein Pferdeunterstand und
die entsprechend Koppel wurden bereits errichtet.
Zwergkaninchen ausgesetzt
Anfang August fand eine aufmerksame Bürgerin in der Nähe eines Schnellrestaurantes in Haßloch sechs handzahme und verschmuste Zwergkaninchen. Die Tiere liefen frei umher und wurden vermutlich dort ausgesetzt. Die Tierfreundin fing die Tiere ein und brachte sie ins Tierheim. Solllte jemand nähere Angaben machen können, oder vielleicht wissen wo seit Anfang des Monats plötzliche mehrere Zwergkaninchen verschwunden sind, sind wir für jeden Hinweis dankbar.
Zu einem ungewöhnlichen Einsatz kam unsere Rufbereitschaft am 15.5.2010. Die Anforderung kam durch die Polizei Haßloch. Dort wurde eine Pferdebesitzerin vorstellig, die kurzfristig eine Unterbringung für ihr Pferd benötigte. Von ihrem Stellplatz wurde sie vorher verwiesen. Da sie sich nicht in der Lage sah, dass Pferd zu führen und auch keine Fahrmöglichkeit ins Tierheim hatte, musste eine andere Lösung gefunden werden. Hier sprang die Familie Tettenborn von der Ponyfarm ein. Ullrich und Frank Tettenborn kamen mit einem Pferdeanhänger und konnten mit viel Geduld das verängstigte Pferd in den Hänger führen. Es wurde dann zur Ponyfarm gebracht. Im Einsatz waren neben den beiden Polizeibeamten die Herren Tettenborn und drei Mitglieder des Tierschutzvereins Haßloch. Der Einsatz dauerte ca. 2 Stunden.
Unser Vorsitzender Klaus Hoffmann erhält den Tierschutzpreis 2009
Klaus Hoffmann, Gründer und Vorsitzender des seit 01.03.1991 bestehenden 1. Tierschutzverein Haßloch und Umgebung e.V. mit inzwischen 570 Mitgliedern blickt heute auf mehr als 20 Jahre aktiven Tierschutzes zurück. Ohne seine große, treibende Kraft gäbe es in Haßloch sicher noch keinen Tierschutzverein. Auch das Tierheim, welches die Tierschützer am 01.01.2006 in Betrieb nehmen konnten, verdanken sie und die Gemeinde Haßloch dem unermüdlichen Einsatz von Klaus Hoffmann. Jahrelange Bemühungen, zielstrebiges Denken und Arbeiten, Verhandlungen und unzählige Gespräche führten Klaus Hoffmann zum Erfolg. In ihm hat der Tierschutz einen unermüdlichen Aktivisten gefunden, und so wundert es nicht, dass er durch seine Persönlichkeit und sein Engagement für die Tiere in den Gemeinden Haßloch und Böhl-Iggelheim ein feste Instanz in Sachen Tierschutz ist.
Der ausgebildete Tierschutzberater des Deutschen Tierschutzbundes dient Polizei, Feuerwehr und den Ordnungsbehörden der Gemeinden Haßloch und Böhl-Iggelheim als erste Adresse wenn es um tierschutzrelevante Fragen, Hinweise oder Anzeigen geht. Neben seinem täglichen Einsatz im Tierheim leitet er Infostände zu Aktionen des Deutschen Tierschutzbundes, gibt Unterrichtsstunden an Schulen zum Thema Tierschutz und hat durch seine Beratung in den Gemeindegremien und sein breites Knowhow maßgeblich zu einer humanen Eindämmung der Taubenpopulation in Haßloch beigetragen. Seine Idee: Taubeneier werden durch Gipseier ausgetauscht. Seit Beginn dieser Aktion 2002 sind dies bereits mehrere hundert Eier, d.h. eine zählbare Verringerung des Taubenbestandes. Durch seine Überzeugung, dass Tierschutz auf lange Sicht nur durch die Sensibilisierung unserer nachfolgenden Generationen gesichert werden kann, investiert er viel Zeit und Liebe in diese zukunftsorientierte Weitergabe des Tierschutzgedankens an die jungen Mitglieder unserer Gesellschaft.
So rief er im Jahr 2007 die Jugendgruppe des Vereines in’s Leben. Durch die vielfältigen Aktivitäten der Gruppe haben bereits 52 jugendliche Mitglieder ihre Begeisterung für das Thema Tierschutz entdeckt und nehmen mit viel Freude an den Unterrichtsstunden, gemeinsamen Arbeiten im Tierheim oder Ausflügen teil.
Klaus Hoffmann repräsentiert in seinem Handeln voll und ganz das Motto des Deutschen Tierschutzbundes "Tierschutz mit Herz und Verstand". Sein Preisgeld hat er dem 1. Tierschutzverein Haßloch und Umgebung e.V. für das Projekt „Pferdekoppel“ gespendet. Er ist ein würdiger Preisträger für diese Auszeichnung.
Am 11.01.2010 zeichnete das Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz Klaus Hoffmann mit dem Tierschutzpreis 2009 für das Land Rheinland-Pfalz als Anerkennung für seinen besonderen ehrenamtlichen Einsatz im Tierschutz aus. Ministerin Margit Conrad beschrieb in der Preisverleihung den Tierschutz als zutiefst ethisch-moralische Angelegenheit und freute sich darüber, dass mit diesem Preis ein deutlicher, politischer und inhaltlicher Akzent für den Tierschutz gesetzt wird. Zu den Gratulanten gehörten Jens Beutel (Oberbürgermeister Mainz), Stefan Hebinger (Landkreis Bad Dürkheim), Hans-Ulrich Ihlenfeld (Bürgermeister Haßloch), David Langner (Abgeordneter des Landtages Rheinland-Pfalz), Monika Arnold (Tierschutzbeirat Rheinland-Pfalz), Andreas Lindig (Landesverband Rheinland-Pfalz des Deutschen Tierschutzbundes) und Ellen Müller-Taschinski (Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz).
Neues Einsatzfahrzeug erhalten:
Was wir schon seit längerem befürchtet hatten ist nun eingetroffen. Unser Einsatzfahrzeug machte immer mehr Schwierigkeiten und die Gefahr, dass es bei einem Einsatz zu einem Ausfall kommt wurde immer größer. Aus diesem Grund schauten wir uns nach einem neuen Einsatzfahrzeug um und waren erfolgreich. So konnten wir einen erst sechs Monate alten Renault Kangoo Vorführwagen erwerben. Er entsprach genau unseren Vorstellungen und musste nur im Innenraum umgebaut werden. In den nächsten Tagen wird noch unser Vereinsemblem und die Logos unserer Sponsoren angebracht. Dann kann auch jeder unser Einsatzfahrzeug erkennen.