Vorwort:
Bevor wir Ihnen unsere Tiere vorstellen, möchten wir auf dieser Seite einige Tipps zur Tierhaltung geben.
Selbstverständlich ist es wichtig, sich die Wunschkandidaten vorher anzuschauen.
Wir geben unsere Tiere nie gleich mit sondern bringen das Tier zu Ihnen. Unsere Tiere werden nur mit einem Abgabevertrag abgegeben. Wir geben unsere Tiere NIE als Geschenk ab! Wir sind auch kein Versandhandel. Der neue Besitzer muss sich schon persönlich seinen neuen Mitbewohner bei uns anschauen.
Liebe Tierfreunde,
wir versuchen diese Seite stets aktuell zu halten. Aber nicht alle Tiere, die zur Vermittlung frei sind, werden hier vorgestellt. Sollten Sie ein Tier suchen, lohnt es sich auf jeden Fall bei uns anzufragen! Haben wir nicht das passende Tier für Sie? Dann besuchen Sie die Tierheime in der Umgebung. Auch dort warten viele Tiere auf Sie.
Checkliste Tierhaltung:
für alle, die einem der vorgestellten Tiere ein neues Zuhause geben möchten Sind Sie sich ganz sicher und haben Sie sich das genau überlegt? Die Entscheidung für ein Tier darf nie aus dem Bauch heraus gefällt werden. Sie übernehmen die Verantwortung für das Wohlergehen eines Lebewesens, das von Ihnen voll und ganz abhängig ist. Sind Sie sich bewusst, was das bedeutet? Sind Sie sich bewusst, dass sie zum Lebensmittelpunkt Ihres Tiers werden und dass Sie ihm viel Zeit und Zuwendung schulden? Ist Ihnen klar, wie viel Arbeit ein Tier macht?
Das einzige Tier, das garantiert völlig pflegeleicht ist und niemals für Unordnung sorgt, ist ein Stofftier! Ein lebendes Wesen wird immer auch mal etwas kaputt oder schmutzig machen. Sind Sie bereit, ein Häufchen auf demTeppich oder Erbrochenes mit gelassener Ruhe zu entfernen, über zerbissene Schuhe oder zerkratzte Tapeten hinweg zusehen oder die Haare auf dem Sofa zu ertragen? Ein Tier bleibt immer ein Tier und kann sich nicht nicht gegen seine Natur an Ihre Vorstellungen anpassen.
Sie müssen sich an die Eigenarten Ihres Tieres anpassen, nicht umgekehrt. Wenn Sie dazu nicht bereit sind, bitte verzichten Sie auf ein Tier. Und um böse Überraschungen zu vermeiden, erkundigen Sie sich bitte VOR der Anschaffung eines Tieres, was auf Sie zukommen wird. Bücher mit den wichtigsten Informationen über Hunde, Katzen und Kleintiere kosten z.B. nicht mal 10 € -ein winziger Bruchteil dessen, was ohnehin an Kosten auf Sie zukommen wird,wenn Sie sich für ein Tier entscheiden.
Haben Sie schon einmal durchgerechnet, was es im Monat an Futter benötigt, oder an Zubehör wie Leine, Körbchen, Katzenstreu? Wissen Sie, was ein Tierarztbesuch kostet? Wissen Sie auch, dass sie Ihrem Tier trotzdem einen regelmäßigen Tierarztbesuch, zur Vorbeugung (z.B. Impfungen) und erst recht natürlich bei Krankheit, schuldig sind? Ist Ihnen bewusst, wie alt ein Tier werden kann?
Ist Ihnen bewusst, dass ein Hund über 15 und eine Katze über 20 Jahre alt werden kann, und dass das Tier während der letzten Lebensjahre ganz besonders viel Zuneigung und unter Umständen auch teure Tierarztbesuche benötigt? Wenn Sie nicht bereit sind, ein Tier mit allen Konsequenzen bis zur letzten Minute seines Lebens zu begleiten, dann seien Sie bitte so fair und verzichten darauf, zum Lebensmittelpunkt eines hilflosen Tiers zu werden. Was geschieht mit dem Tier, wenn Sie verreisen möchten?
Was geschieht mit dem Tier bei einem Wohnungswechsel?
Es gibt wohl kaum eine armseligere Begründung, ein Tier, das Sie über alles liebt und Ihnen vertraut, wegzugeben, als die Worte: "Wir ziehen um und in der neuen Wohnung sind Haustiere nicht erwünscht." Würden Sie auch Ihre Kinder in ein Heim geben, weil in der neuen Wohnung keine Kinder erwünscht sind? Wenn Ihnen nun der Satz auf der Zunge liegt, dass das doch wohl etwas völlig anderes wäre, dann bitte, seien Sie so fair und verzichten Sie auf ein eigenes Haustier.
Wenn Sie alle diese Fragen aber bedenkenlos abhaken können, steht dem Einzug des neuen vierbeinigen Mitbewohners nichts mehr im Wege!
Berufstätig– na und?
Sie sind berufstätig und glauben, dass Sie deshalb auf ein eigenes Tier verzichten sollten? Dann lesen Sie, wie Sie auch als Berufstätiger Tieren ein Zuhause geben können.
Sie sind berufstätig und den ganzen Tag nicht zu Hause? Kein Grund, ganz auf ein Haustier zu verzichten: Das Zauberwort heißt „Doppelpack“!
Absolut ideal für Berufstätige sind zum Beispiel zwei (oder drei) Katzen. Die vertreiben sich tagsüber die Zeit mit gemeinsamem Spielen, Dösen oder Schlafen,und wenn abends dann Herrchen oder Frauchen nach Hause kommt, ist die Freude groß – auf beiden Seiten!
Auch bei uns werden manchmal Katzen im Doppelpack vorgestellt, die zusammen aufgewachsen sind und die sehr aneinander hängen. Gerade wenn sie berufstätig sind, wären solche Tiere, die gemeinsam ein neues Zuhause suchen, ideal! Aber selbst wenn wir gerade kein derartiges Pärchen zu vermitteln haben, so werden wir gerne versuchen ihnen zwei Katzen nennen zu können, die sich gut miteinander vertragen und sich bereits miteinander angefreundet haben.
Und was ist mit Hunden?
Generell wäre es für Hunde natürlich besser, wenn sie nicht den ganzen Tag außer Haus wären. Es gibt aber auch hier die Möglichkeit, wenn Sie z.B. einen großen Garten haben, in dem die Hunde aus- und eingehen können, sich zwei am besten alte Hunde ins Haus zu holen, die gemeinsam aufgewachsen sind und sehr aneinander hängen. Die Beiden können sich dann die Zeit, bis sie abends nach Hause kommen, gemeinsam vertreiben. Ein ausgiebiges Spielen und Gassigehen nach Feierabend ist dann natürlich ein Muss, ihre Freizeit gehört dann den Hunden! Generell sind Hunde für ganztags Berufstätige aber weniger geeignete Haustiere, ein Katzenpärchen wäre besser.
Sie haben bereits ein Tier?
Dann überlegen sie doch, ob sie Ihrem Tier und sich selbst die Freude machen und einem weiteren Tier ein Zuhause geben.
Was spricht eigentlich dagegen, mehrere Tiere bei sich aufzunehmen? Das fragen sich viele Tierbesitzer, die für ihren Hund oder ihre Katze einen Spielgefährten suchen.
Hund und Hund, Katze und Katze oder gar Hund und Katze?
Wenn sie bereits Hundehalter sind, wissen sie selbst, wie Ihr Tier auf andere Hunde oder Katzen reagieren wird. Was aber, wenn sie eine Katze haben und sich nun fragen, ob sie eine zweite Katze als Spielgefährten dazunehmen sollen? Oder gar Hund und Katze zusammenbringen wollen? Geht das überhaupt? Ja sicher! Die oft gehörte Ansicht, Hund und Katze würden sich nie aneinander gewöhnen, ist genauso falsch wie der Ratschlag, sie müssten sich dann aber unbedingt eine Babykatze oder einen Welpen dazu holen, weil erwachsene Tiere sich nicht mehr aneinander gewöhnen könnten. Humbug! Bei den von uns vorgestellten Tieren steht meist deutlich im Text dabei, ob sie sich mit Artgenossen oder anderen Tieren vertragen. Im Zweifel gilt: Ausprobieren!
Sollten sich die Tiere trotz viel Geduld und Eingewöhnungszeit partout nicht vertragen, müssen sie das neu hinzugeholte Tier leider wieder zurückgeben. Aber dies ist nur selten nötig, meistens raufen sich die beiden Racker nach einigen Wochen zusammen, und dann herrscht Eintracht und die Beiden schlafen sogar oft zusammengekuschelt in einem Körbchen. Ein Geheimtipp speziell für Katzen: Fragen Sie Ihren Tierarzt nach Pheromonen! Die gibt's z.B. als Spray, sie wirken nicht immer, aber sehr oft, und das dann mit durchschlagendem Erfolg!
Unzertrennliche Tierfreundschaften sind nicht selten
Bei uns werden manchmal Tiere vorgestellt, die sehr aneinander hängen. Wir bekommen dann jedes Mal auch Anfragen von Leuten, die nur eins der Tiere nehmen wollen und die Beiden somit auseinander reißen möchten. Was denken sich diese Menschen? Gerade in der für die Tiere manchmal furchterregenden Tierheim-Situation ist es für die Tiere ein großer Halt, wenn ihr vertrauter Freund, mit dem sie Freud und Leid teilen können, bei ihnen bleiben darf. Denn leider ist kaum einer bereit, zwei Tiere bei sich aufzunehmen. Wie sehr das allein zurückbleibende Tier im Tierheim leidet, sehen die Leute, welche nur eins der beiden mitnehmen leider nicht – aus den Augen, aus dem Sinn! Zurück bleibt ein völlig verzweifeltes Tier, das nun alles verloren hat – das vertraute Zuhause und den geliebten Gefährten. Es wird meist scheu und verängstigt und seine Vermittlungschancen verschlechtern sich dadurch enorm. Denn Tiere, die nicht freudig auf Besucher zulaufen, müssen oft sehr lange(!!!) im Tierheim auf jemanden warten, der sich auch für die zurückhaltenden Tiere im Hintergrund interessiert.
Dass erwachsene Meerschweinchen oder Kaninchen sich nicht mit fremden Tieren vertragen, ist übrigens nicht richtig! Hier gilt das gleiche wie bei den Katzen: Ausprobieren! Am besten, sie lassen sich von uns ausführlich beraten. Und wenn es mit einem bestimmten Tier einmal absolut nicht klappt, dann probieren sie es vielleicht mit einem anderen – Einzelgänger, die kein anderes Tier akzeptieren, gibt es in den seltensten Fällen, weil sich die Tiere instinktiv zu Artgenossen hingezogen fühlen!
Und wenn sie definitiv kein eigenes Tier halten können?
Zum Beispiel weil der Vermieter es nicht erlaubt oder weil sie noch zu jung sind und Ihre Eltern dagegen sind? Oder weil sie schon betagter sind und die alleinige Verantwortung für ein Tier nicht mehr übernehmen möchten? Dann werden sie doch einfach Pate eines Tierheim-Tieres! Oder werden sie zum Gassi-Geher oder Katzen-Streichler
Manche Tiere warten im Tierheim leider länger auf ein neues Zuhause – zum Beispiel weil sie einfach schon sehr alt sind, und die Interessenten immer nur nach Welpen und Baby-Katzen fragen. Diese Tiere leiden im Tierheim natürlich ganz besonders – sie müssen erleben, wie alle anderen Tiere um sie herum ein neues Zuhause finden, nur sie will keiner haben.
Wir bieten für besonders schwer vermittelbaren Tiere Patenschaften an – sie spenden jeden Monat einen kleinen Betrag, um sich an den Futter- oder Tierarztkosten für genau dieses Tier zu beteiligen, und können es natürlich jederzeit zu unseren Öffnungszeiten oder nach Absprache besuchen.
Auch Gassi-Geher sind bei uns herzlich willkommen. Denn wenn sie gerne spazierengehen – die Hunde im Tierheim lieben Spaziergänge ebenfalls! Was liegt also näher, als den Spaziergang nicht allein, sondern in Begleitung einesTierheim-Hundes zu unternehmen? So ist beiden Seiten geholfen und der Spaziergang wird für Hund und Gassi-Geher zum großen Spaß!
Auch Katzen-Streicheln ist bei uns erwünscht – einfach nachfragen. Denn viele Tierheim-Katzen sind völlig ausgehungert nach Streicheleinheiten – warum also nicht eine Stunde im Katzenhaus verbringen und sich von den Fellknäueln umschnurren und umgarnen lassen? Danach sind Mensch und Tier rundum zufrieden!