Maikätzchen sorgen für überfüllte Tierheime - 

Wir fordern die Kastrationspflicht

 

In den kommenden Wochen rechnen wir wieder mit einer Vielzahl an jungen Kätzchen. Nicht kastrierte Freigänger und frei lebende Katzen sorgen insbesondere im Mai für den meist unerwünschten Nachwuchs. Die räumlichen und finanziellen Kapazitäten der Tierheime reichen oft nicht aus, um die Flut an Jungtieren aufzunehmen.

Pro Jahr nehmen die deutschen Tierheime rund 130.000 Katzen in ihre Obhut und dies bei immer stärker steigenden Kosten und einer längeren Verweildauer der Tiere. Daher rufen wir die Katzenbesitzer und Politiker zu mehr Unterstützung auf.

 

„Die Unterbringung und Versorgung von ungewollten und daher überzähligen Jungkatzen stellt auch unser Tierheim in Haßloch Jahr für Jahr vor eine große Herausforderung.“, betont unser Vereinsvorsitzender und Leiter des Tierheimes, Klaus Hoffmann, immer wieder. Daher haben wir uns entschlossen, ein neues Katzenhaus zu bauen, um so mehr Platz für die Tiere zu haben.


Jedoch nur durch Kastration ist dieses Problem in den Griff zu bekommen, das ist klar.


Wir appellieren daher an die Besitzer, ihre Tiere kastrieren, kennzeichnen und registrieren zu lassen. Gleichzeitig fordern wir von Bund, Land und Kommunen eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für alle Freigängerkatzen.



So sollten die Gemeinden Haßloch und Böhl-Iggelheim dem positiven Beispiel vieler Kommunen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, aber auch schon einigen in Rheinland-Pfalz folgen.

Die Stadt Neustadt plant ebenfalls eine Rechtsverordnung zu erlassen, um für freilaufende Katzen eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht einzuführen.

 

Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken begrüßte dies in einer Podiumsveranstaltung am 8. März 2018 in Mainz ausdrücklich und ermutigt die Städte und Gemeinden diesen Schritt der Katzenschutzverordnung zu gehen.

 

 

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